Valentins Lieblingsstück

Für alle, für die der Valentinstag wieder gaaaaanz überraschend gekommen ist oder die sich selbst etwas Gutes gönnen möchten. Schnell, schön, LECKER!

Vegane Rosen Muffins

Input:

  • Veganer Strudelteig (clever z.B.: bei Merkur)
  • 4 Äpfel (in der Farbe der Liebe: rot oder in der Studio Farbe: pink
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL brauner Zucker
  • Marillen Marmelade

Made with love:

  • Teig ausrollen
  • Mit Marmelade bestreichen
  • In 6 gleichgroße Streifen schneiden
  • Äpfel halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden (MIT der Schale)
  • Apfelstücke mit heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen
  • Apfelstücke schuppenförmig auflegen (lass am Anfang und Ende des Teigstreifens ein wenig Platz, die Apfelstücke stehen mit der farbigen Seite über den Rand)
  • Zimt und Zucker  mischen und auf die Apfelstücke streuen
  • Rollen (mit viel Gefühl)
  • In Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft ca. 20 Minuten – 30 Minuten backen bis sie schön braun sind

Output:

  • Leuchtende Augen
  • Mhmmmm
  • Wow

„…Yoga ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen!“

„Warum soll ich zum Yoga gehen? Das ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen. Viel zu wenig Bewegung für mich!“ So, oder so ähnlich waren meine Gedanken vor meiner ersten Yogastunde. Ich hatte ein ziemlich einseitiges Bild von Yoga im Kopf. Alternde Hippies, asketische Lichtwesen und Ökofreaks sitzen in einem Räucherstäbchen nebligen Raum und atmen sich gemeinsam ins Nirvana.

Ich war eher der Typ, wenn schon Nirvana dann die Band, wenn schon rauchige Luft, dann von meiner Marlboro (gerne auch jede andere Zigarettenmarke). Kollektives Atmen in einem Raum voller Menschen die alles und jeden mit ihrer friedvollen Liebe überschütten möchten war nicht gerade die Vorstellung von mir, wie ich meine Freizeit verbringen wollte. Die Sache mit dem Verbiegen von Körperteilen rang mir Respekt ab, aber schreckte mich auch ein wenig ab.

Und überhaupt, was soll an sitzen und atmen so toll sein? Wo liegt da der Reiz? Wo die Herausforderung? „Sitzen kann doch jeder, und warum soll ich für´s atmen Geld zahlen?“ dachte ich mir.  Brauche ich wirklich Gesellschaft beim atmen? Macht das einen Unterschied?

Manche Antworten auf meine Fragen entdeckte ich erst viel später auf meinem Yogaweg, manche bekam ich gleich in meiner ersten Einheit: Sitzen und SITZEN ist ein großer Unterschied!

Was macht dein Rücken gerade, während du das hier liest? Schief, krumm? Beine überschlagen? Dann erst weiter im Text, wenn du gerade sitzt (gerne auch am Boden).

Also zum Thema SITZEN: Ein „bequemer“ aufrechter Sitz kann ganz schön anstrengend sein (oder werden) am Anfang des persönlichen Yogaweges. Quasi ein aufmerksames Sitzen, ein achtsames (Yogis lieben dieses Wort, inspiriert mich zum Yoga Bingo) Sitzen. Da spürt man auf einmal Muskeln in seinem Rücken, von denen wußte man gar nicht, das sie da sind. So ein gut eingerichteter Schneidersitz mit einer aufgerichteten Wirbelsäule geht ganz schön rein, wenn man mal längere Zeit darin verbringt. Entspannung? Weit gefehlt! Zu Anfang hab´ ich mich beim sitzen (ja, SITZEN!!!!!!) mehr verspannt als sonst wo. Und ja, man kann im Rücken vom SITZEN einen Muskelkater bekommen… Hilfsmittel wie Blöcke helfen ein wenig, aber sind wir uns ehrlich: für 90% der Yoga Newbies ist SITZEN anstrengend. Punkt.

Auch das vermeintlich einfache Thema Atmen stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Wie soll ich bloß in meine große Zehe atmen? Kleiner Scherz, Atemführung kommt erst später. Aber schon die Basics können eine Challange darstellen. Die volle Yogaatmung führt einem so richtig schön vor Augen, wie wenig Platz man zum atmen nutzt und was die ein oder andere Schachtel Marlboro (oder eine andere Marke) angerichtet hat. Aber auch den Nichtrauchern geht es da nicht besser (außer sie spielen ein Blasinstrument oder sind Taucher). Für mich war das ein Yoga – AHA – Erlebnis (eines von vielen, in den folgenden Jahren). Tiefes, volles Atmen hatte ich offensichtlich verlernt und bei der Einatmung soll sich mein Bauch nach außen bewegen… Jahrelanges Baucheinziehen, ließen diese Übung ein seltsames Gefühl erzeugen und weil sonst nur die Brust zum Atem genutzt wird, muß man da erst mal wieder Raum schaffen.

Und da reden wir nur mal von der vollen Yogaatmung die vom Bauch zu den Schlüsselbeinen geht und dann wieder retour, nicht von den Pranayamas, den Atemübungen.

Aber kommt Zeit kommt Atem! Yoga lässt uns wieder Raum zurückerobern! Und bei den Pranayamas gibt es ein paar abgefahrene Techniken. Wußtest du, das es eine Atemübung gibt die dich bei den heißen Sommertemperaturen der letzten Jahre kühlt? Der „leuchtende Schädel“ eine Atemübung ist? Oder das dein Atem tatsächlich und wissenschaftlich nachgewiesen, deinen Blutdruck senken kann und beruhigend auf dein Nervensystem wirkt? Ich bin mittlerweile ein „Atem – Fan“ und ganz nebenbei auch Nichtraucher (YEEEEEEEEAAAAA!!!!!!)

SITZEN kann ich mittlerweile auch. Baucheinziehen ist nicht mehr nötig – mein Rücken ist jetzt so stark, dass ich viel aufrechter geh´, steh´ und sitze: Macht nen tollen Bauch.

Last but not least: ich liebe meine „ Yogasocks„!